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Auch in diesem Jahr öffnet die Deutsche Messe AG ihre Hallen für die Computermesse CeBIT. Der Eröffnungstag lockte allerdings wohl nicht so viele Besucher an, denn alle Ausstellungsstücke waren ohne Anstehen oder Durchdrängeln ersichtlich. Vor Jahren sah das noch ganz anders aus; das Gewühl ging spätestens gegen Mittag auf die Nerven, so dass die Ruhepausen für die Füße mit zunehmender Zeit immer größer wurden...
Zu den ausstellenden Global Playern gesellt sich in diesem Jahr erstmals Google Inc. hinzu. Das in Mountain View, Kalifornien, ansässige Unternehmen zeigt drei Autos, die mit Spionagetechnik für Google Street View ausgestattet ist. Drei Frauen machen sich mit flüssiger Farbe über diese kleinen Boliden her und versuchen, diesen ein individuelles Design zu verleihen. Weitere Informationen zu Google Street View werden nur in einer 14seitigen Broschüre vermittelt.
Microsoft demonstriert in Halle 4 sein aktuelles Betriebssystem Windows 7, außerdem gibt es Smartphones, auf denen das neue Windows Phone 7 getestet werden kann. Die Oberfläche vom Mobile-Betriebssystem sieht endlich zeitgemäß aus, aber reagiert manchmal nur träge.
In Shows wird Office 2010 gezeigt - das neue Office-Paket von Microsoft. Auf dem Stand gibt es Datenträger mit der aktuellen Beta, die zur Zeit auch aktuellen Computerzeitschriften beiliegt.
Die Telekom zeigt das iPhone, passende Apps und sämtliche Dienste. Nichts Aufregendes, aber der Stand ist, trotz seiner Größe, deutlich kleiner als in den letzten Jahren. Das kann man auch von den Mobilfunkern sagen, die sonst die Hallen 25 und 26, die in diesem Jahr leer stehen, eingenommen haben: Die Stände von Nokia und Sony Ericsson in Halle 14 sind so klein wie die Ramsch-Asiatenbuden in den Hallen 14 bis 17. HTC zeigt auf einem dieses Mal größeren Stand SmartPhones wie das HTC Touch Pro.
Um kurz nach 9 Uhr rauschte Angela Merkel mit dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero an, lächelte in die zahlreichen Kameras, sprach sich für steuerliche Entlastungen für die Forschung aus und verschwand wieder.
Weitere große Themen auf der diesjährigen CeBIT sind 3D-Darstellung (nVidia zeigt 3D-Brillen, am Eingang der CeBIT gibt es einen 3D-Monitor), Cloud Computing und Finanzkrise. Letzte merkt man an der deutlich zurückgegangenen Ausstellerzahl und der feststellbaren zurückgefahrenen Etats, die für Stände, Personal und Werbemaßnahmen ausgegeben wurden.
Dennoch gibt es auf der CeBIT attraktive Gewinnspiele. Intel verlost täglich ein Netbook und viele Notebooktaschen und Fußbälle, bei MediaRange gibt es neben 4GB-USB-Sticks CD- und DVD-Rohlinge sowie CD-Cases und täglich einen BluRay-Brenner und O&O verschenkt in Halle 11 sein mittlerweile recht betagtes O&O Defrag 10 in der Professional Edition (aktuell ist Version 12), das unter Windows Vista für bemerkbare Performanceeinbußen sorgt.
Asus zeigt neben vielen Netbooks auch den EeeTop ET2010AGT - ein PC im Monitorgehäuse. Das Gerät sieht sehr praktisch aus, verursacht keine störenden Lüftungsgeräusche und zeigt sich beim Ausprobieren performant.
Die Eee-PCs erhalten immer höhere Akkuleistungen, so kann beispielsweise der Seashell 1005PE bis zu 14 Stunden durchhalten, was der Flugzeit von Taipeh nach Las Vegas entspricht.
Asus zeigt in diesem Jahr auch die ersten Mainboards mit USB3.0-Unterstützung. USB3.0-Endgeräte sind ebenfalls auf dem Vormarsch, selbst die weiter oben erwähnten Asiaten zeigen Speichermodule, die den kommenden Standard unterstützen. In einem schlichten Schaubild zeigt Asus den gravierenden Geschwindigkeitsunterschied zwischen USB 2.0 und USB 3.0.

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