| Talkline und Handy2day zocken mich ab! |
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Mittlerweile muss auch ich feststellen, dass ich gegen Abzockversuche im Internet nicht gefeit bin. Bei mir heißen die Abzocker namentlich Handy2day (Tochter der Siga Telecom GmbH in Heilbronn) und Talkline.(Tochter der mobilcom debitel in Elmshorn). Die Geschichte in stark abgekürzter Fassung: Der VertragsabschlussAm 9. Juli 2009 machte mich ein Freund auf ein tolles Angebot aufmerksam: Ein neue Nokia N97 mit Mobilfunkvertrag, der nur 4,95 Euro monatliche Grundgebühr enthält! Ich brauchte zwar nicht unbedingt ein neues Handy, aber das Nokia N97 für rechnerisch 118,80 Euro (24 Monate x 4,95 Euro) klang nun doch sehr verlockend und so bestellte ich ein "Nokia N97 *NEU* black mit D2 Power Spar Special (talkline)" mit 0,00 Euro Mindestumsatz, 0,00 Euro Anschlusspreis und 4,95 Euro Grundgebühr. Natürlich machte ich auch Screenshots. Das erste blaue WunderDie erste Rechnung kam bereits nach einer Woche. Der Rechnungssteller Talkline führte darin zu meiner Überraschung eine Position auf: Nicht erreichter Mindestumsatz". Sofort reklamierte ich diese Position per Mail bei Talkline und sendete eine Kopie davon an Handy2day. Leider meldete sich nicht Talkline, sondern Handy2day. Die Antwort war: "sie haben einen Tarif mit Mindestnutzung gewählt. Dies ist in unserer Tarifbeschreibung eindeutig vermerkt." Seltsam, die Screenshots und die Auftragsbestätigung sagen etwas anderes. Außerdem erklärte Handy2day den "Mindestumsatz: 0 Euro" wie folgt: "Da es sich um keinen festen Betrag handelt der telefoniert werden muss, geben wir alk Mindestumsatz 0,00 €. Bei der Mindestnutzung variiert der Betrag. Da die Gesprächspreise zu verschiedenen Tagespreisen variieren." Meine weiteren Einsprüche und Appelle am gesunden Menschenverstand schloss Handy2day mit dem Satz: "Daher ist Ihre Reklamation für uns nicht nachvollziehbar und die Erstattung der Kosten ausgeschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis." Talkline serviert eiskalt abIch ließ mich von der Verbraucherzentrale beraten. Ein hinzugezogener Anwalt wendete sich nun an Talkline und verlangte, das auf die unberechtigten Mindestumsätze verzichtet werden solle. Talklines Antwort kam nach einer Woche und enthielt neben einem Screenshot der Angebotsliste von Handy2day, die mittlerweile geändert worden war und nun einen Hinweis auf "Mindestnutzungskosten" hatte, folgenden Text: "Wie Sie dem beigefügten Screenshot entnehmen können, wurde Herr Heinze auf der Homepage von handy2day auf die einminütige Mindestnutzung pro Tag bereits während des Bestellprozesses hingewiesen. Daher bestätigen wir ausdrücklich nicht, dass wir auf diese Gebühren in unseren Rechnungen verzichten werden. Die Abrechnung ist korrekt." Da der Anwalt verständlicherweise nicht kostenlos arbeitet, schaltete ich nun den Heise-Verlag ein, der in der Zeitschrift "c't magazin" und der gleichnamigen Verbrauchersendung im Hessischen Rundfunk auf Kundenabzocker aufmerksam macht. Neben einem ca. 5minütigen Bericht gab es einen Artikel im c't Magazin, Ausgabe 21/2009, der recht gut wiedergibt, was Handy2day und Talkline treiben. Einsicht bei Talkline?Auf den medialen Druck reagierte Talkline schließlich schriftlich mit dem Versprechen, die Sache "im Sinne des Kunden" kulant zu klären. Was das genau bedeutet? Kann ich klar sagen: Talkline will den Vertrag rückgängig machen oder die unberechtigten Mindestumsätze weiter einfordern. Mittlerweile nennt Talkline die Position nicht mehr "Mindestumsatz", sondern "Mindestnutzungskosten" (die allerdings auch nicht im Bestellvorgang erwähnt wurden). Außerdem versucht Talkline laufend, mir den vollständigen Entzug der Lastschriftermächtigung zu entlocken, um weitere 2,49 Euro monatlich abzocken zu dürfen, doch solchen Manövern entgegnete ich Talkline noch gestern mit dem Hinweis, dass berechtigte Forderungen durchaus abgebucht werden dürften. Handy2day bietet auf Druck von Talkline seit wenigen Wochen keine Bundles mehr mit "Mindestnutzung" an und der ursprünglich als "D2 Power Spar Special (talkline)"-Tarif heißt nun "vodafone Best DUO" und enthält 24,90 Euro Grundgebühr (bzw. 29,90 Euro, das ist in der Tarifbeschreibung mal wieder widersprüchlich, siehe Tarifbeschreibung)- und keine "Mindesttelefonie", was wohl bedeuten soll, dass keine Mindestumsätze oder Mindestnutzungskosten berechnet werden. Hoffentlich hält Talkline sich daran. Ich muss nun allem Anschein nach jeden Monat den von Talkline zu hoch angesetzten und von meinem Konto eingezogenen Rechnungsbetrag zurückholen (Danke an die Sparkasse Hannover!) und die richtigen Beträge überweisen. Anzeige wegen illegaler Bereicherung lohnt sich nicht. Fazit: Finger weg von Talkline und Handy2day!Ich bin gespannt, ob Talkline das die zwei Vertragsjahre lang mitmachen wird. Jedenfalls bin ich nun rechtlich beraten und auf der sicheren Seite. Ich kann nur hoffen, dass irgendwann mal der Verstand bei Talkline einschlägt und ich den Vertrag so führen kann, wie es vereinbart war. |


